Lebensbedrohliche Insekten: Asiatische Tigermücke breitet sich wieder in Deutschland aus – RTL Online

RTL>

14. April 2022 – 15:49 Uhr

Von Remzi Karga

Hätten Sie gewusst, dass Mückenstiche tödlich enden können? Welche tödlichen Krankheiten die aus Asien stammende Asiatische Tigermücke kann, sehen Sie im Video.

Lese-Tipp: Hirnhautentzündung nach Mückenstich: Baby kämpft ums Überleben

Asiatische Tigermücke breitet sich wieder aus

Ursprünglich stammt sie aus Südostasien, jetzt beginnt sich die Mücke auch in Deutschland auszubreiten. Warme Temperaturen haben die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke. Wir erklären, wie SIE die Tigermücke erkennen können:

  • Die Asiatische Tigermücke ist zwischen zwei und zehn Millimeter groß
  • Die Exoten fallen durch ihre schwarz-weiße Färbung auf
  • Sie lebt in der Nähe von stehenden Gewässern, etwa altes Wasser in Eimern oder Gießkannen

Tigermücke zählt zu den tödlichsten Tieren der Welt

Der Exot zählt laut Experten zu den tödlichsten Tieren der Welt. Die Ausbreitung könnte somit gefährliche Konsequenzen haben. Noch ist unklar, wie groß das Problem bereits ist. In einem Schreiben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales heißt es:

„Die Asiatische Tigermücke wird zunehmend aus Südeuropa per Kraftfahrzeugfernverkehr in Form von Mückenweibchen oder Eiern nach Deutschland eingeschleppt. Auch in Berlin wurde sie seit 2017 wiederholt nachgewiesen, zuletzt im Spätsommer 2021. Aufgrund ihrer Eigenschaft als potenzieller Überträger gefährlicher Krankheitserreger sollte die Mücke bekämpft und wahrscheinlich wieder eliminiert werden.“

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) auf der menschlichen Haut.

© deutsche presseagentur

Asiatische Tigermücke soll über 20 verschiedene Krankheitserreger übertragen können

Die Asiatische Tigermücke ist auch längst in Deutschland angekommen und kann hier bei uns zur Gefahr werden, erzählt uns Dr.Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Argarforschung 2021 im RTL-Interview. Die Wissenschaftlerin hat sich auf Mücken spezialisiert: „Die Tigermücke kann über 20 verschiedene Krankheitserreger übertragen, dazu gehören zum Beispiel das Dengue-Virus, das Chikungunya-Virus, Zika-Virus, das West-Nil-Virus.“

Meist beginnt das Dengue-Fieber mit grippeähnlichen Beschwerden wie Schüttelfrost, Gelenkschmerzen und einem Fieberanstieg bis zu 40 Grad. Bei einer Folgeansteckung kann die Krankheit sogar tödlich enden. Krankheitsübertragungen hat es in Deutschland bisher noch nicht gegeben. Im Mittelmeerraum, wo die Mücke ja eigentlich auch nicht heimisch ist, aber schon, erzählt uns Dr.Doreen Werner im RTL-Interview. Durch die Globalisierung kann sich die Mücke schnell ausbreiten.

Mückenstich

Eine Mücke landet auf der Haut, sucht eine passende Stelle und sticht. Foto: Andreas Lander/Archiv

© deutsche presseagentur

Globalisierung ist Schuld an der lebensbedrohlichen Mücken-Plage

Wer möglichst sicher durch die Gartensaison kommen möchte, sollte laut Landesamt für Gesundheit und Soziales unbedingt folgende Maßnahmen treffen:

  • Stehende Wasseransammlungen vermeiden!
  • Nicht benutzte Behälter, in denen sich Regenwasser sammeln kann (Eimer, Gießkannen) entfernen oder umgedreht lagern
  • Regentonnen mückendicht abdecken und Regenrinnen pro Jahr vom Laub befreien
  • Wasser in Plantschbecken, Vogeltränken etc. mindestens einmal pro Woche komplett erneuern
  • Abgestandenes Wasser nicht in den Gulli geben, sondern im Garten vergießen. So können die Eier und Larven der Tigermücke nicht über das Abwasser weiter verteilt werden
  • Natürliche Gegenspieler fördern: Die in naturbelassenen Gartenteichen lebenden Insekten, wie Libellen, Wasserkäfer und Wasserwanzen, reduzieren Stechmückenlarven effektiv. Amphibien wie Molche, Salamander, Frösche und Kröten unterstützen, sie fressen die erwachsenen Mücken und deren Larven.
  • Vor einem Umzug Blumentopfuntersetzer, Gießkannen, Regentonnen und Vogeltränken gründlich reinigen. So wird eine Verschleppung der Mücken vermieden

Daran sollten Sie denken

Übrigens: Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte wissen, dass die exotischen Plagegeister eher am Tag stechen. Wer gut durch den Tag kommen und sich die Insekten vom Leib halten möchte, sollte nicht vergessen, sich vorher mit Anti-Mückensprays einzusprühen oder in Risikogebieten geeignete Kleidung zu tragen.

Lese-Tipp: Eine Nacht mit 50 Mücken – welches Mittel hält die Biester wirklich fern? Der Extremtest

Quelle: www.rtl.de

Related Posts

Next Post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Premium-Inhalte

Welcome Back!

Login to your account below

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Are you sure want to unlock this post?
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?