Atemberaubende Tempelanlagen, quirlige Städte, einsame Traumstrände: Kambodscha wird von vielen als neues Thailand gehandelt – der Tourismus entwickelt sich rasant. Doch stimmt der Vergleich?


Die Tempelanlagen von Angkor Wat suchen Ihresgleichen. Imposant und erhaben liegt der grösste Sakralbau der Erde in der Morgensonne. Und doch ist er hier nur einer von vielen.


Mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer verteilen sich auf über 400 Quadratkilometern im grünen Dickicht rund um Siem Reap. Manche der Tempel hat sich die Natur zurückerobert, etwa die Anlage Angkor Thom, die von gewaltigen Banyan- und Feigen-Bäumen überwuchert ist. Die umwitterte und mystische Ruine war Schauplatz für den Hollywood-Streifen «Tomb Raider» mit Angelina Jolie.


Andere Tempel beeindrucken durch die erstaunlich gut erhaltenen und zahlreichen Details, etwa die Tore der alten Königsstadt Angkor Thom.


«Geheimtipps» lieber meiden


Wer die mythische Kraft der Tempel spüren will, bewegt sich am besten entgegen der grossen Touristenströme. Denn zur «Rush Hour» wird es ganz schön voll. Die Tempel ziehen jährlich mehr als 2 Millionen Besucher an.


Wir fragen unseren Tuktuk-Fahrer, der uns während drei Tagen von Tempel zu Tempel geleitet, nach seinem persönlichen Favoriten und landen bei einem Kleinod, zu dem man nach einem Fussmarsch über einen Steg gelangt: Neak Pean. Die Sonne knallt heiss vom Himmel. Und siehe da: Der fünfzehnminütige Weg schreckt die fotohungrigen Reisegruppen wohl ab. Wir kommen fast alleine in den Genuss der Anlage, die völlig von Wasser umgeben ist.


Die nahe gelegene Stadt Siem Reap fällt in erster Linie durch ihre touristische Ausrichtung auf: Ein Hotel reiht sich ans Andere, Bars mit Namen wie «Angkor What?» säumen neben Restaurants mit Krokodilpizza und Fisch-Spa-Aquarien die sogenannte Pub Street, die ein bisschen an die Khaosan Road in Bangkok erinnert. Reisecars und Tuktuk-Fahrer auf der Suche nach Kundschaft verstopfen die Strassen. Bei Einbruch der Nacht erhalten sie Gesellschaft von betrunkenen Backpackern.


Zwischen Robinson Crusoe und Massenansturm


Wer etwas Zeit und Abenteuergeist mitbringt, findet abseits der abgetreten Pfade aber noch Spuren vom alten Siem Reap: In der wuseligen Markthalle kann man neben kuriosen Eisenwaren, Kleidern, Waschmitteln, Obst und Gemüse auch Skorpione, Schlangen oder Frösche am Spiess kaufen. Oder man lässt sich in einem heruntergekommenen Hinterhof, auf einem Plastikstuhl sitzend, unter freiem Himmel die Haare schneiden.


Kambodscha ist in den letzten Jahren aus seinem touristischen Dornröschenschlaf erwacht –nicht nur dank der stabileren politischen Lage. Sondern auch, weil internationale Gäste – und oftmals leider auch Investoren – die Strände im Süden des Landes und auf den vorgelagerten Inseln entdeckt haben. Sihanoukville auf dem Festland ist gegenwärtig der grösste Badeferienort. Vom eher unattraktiven Städtchen aus legen auch die Fähren ab Richtung Koh Rong Archipel im Golf von Thailand.


Traumstrände ohne viel Trubel


Die Inseln Koh Rong und Koh Rong Samloem stehen auf der Schwelle von der Robinson-Crusoe-Insel zum touristisch gut erschlossenen Badeferienort. Die Strände sind paradiesisch: weisser Puderzuckersand, türkisfarbenes Meer, Kokospalmen. Einzelne Fischerboote schaukeln auf den kaum vorhandenen Wellen und verleihen der Kulisse einen malerischen Anstrich.


Dem Strand entlang reihen sich bescheidene Bungalows, gleich dahinter wuchert der Dschungel. Grosse Überbauungen und Massentourismus gibt es (noch) nicht. Auf Koh Rong Samloem fehlt sogar die Strasse, die Schuhe kann man getrost im Koffer lassen.


Wer Traumstrände ohne allzu viel Trubel sucht, sollte jetzt noch hin. Denn der Backpacker-Mythos von Kambodschas unberührten Stränden verbreitet sich schnell. Noch kann man vornehmlich eins auf der Insel: Ausspannen und die Seele baumeln lassen. Kleine Ausflüge auf die andere Inselseite zum atemberaubend schönen Lonely Beach, der zu den 20 schönsten Stränden weltweit zählt oder nächtliches Schwimmen mit fluoreszierendem Plankton zählen zu den wenigen Aktivitäten. Daneben findet einmal monatlich eine Vollmondparty im Dschungel statt – mehr liegt nicht drin. Und das ist gut so.


Reiseinformationen: Kambodscha


Von Zürich gehen täglich mehrere Flüge nach Siem Reap oder Pnohm Penh – mit Zwischenstopp entweder in Bangkok, Saigon oder Singapur. Beste Reisezeit für Kambodscha ist zwischen November und April. Schweizer brauchen für die Einreise ein Visum.






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