US-Vizepräsident Mike Pence besuchte die entmilitarisierte Zone zwischen Süd- und Nordkorea. Dort hat er eine klare Botschaft für Kim Jong-un.


Einen Tag nach dem neuen nordkoreanischen Raketentest hat US-Vizepräsident Mike Pence am Montag der entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea einen Besuch abgestattet. Nordkorea hatte am Sonntag trotz scharfer Warnungen eine Rakete abgeschossen.


Pence flog mit einem Hubschrauber in das US-geführte UNO-Lager Bonifas in Paju, wenige hundert Meter südlich der entmilitarisierten Zone, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Von dort aus sollte er das das sogenannte Waffenstillstandsdorf Panmunjom besuchen.


Mike Pence hat davor gewarnt, die Entschlossenheit der USA zu unterschätzen. Die Verbindungen zwischen den Vereinigten Staaten und Südkorea seien «gussgekapselt», sagte Pence am Montag in Camp Bonifas. Die «Ära der strategischen Geduld» gegenüber Nordkorea sei beendet.


«Provokation»


Ungeachtet scharfer Warnungen aus den USA hatte Nordkorea am Sonntag eine Rakete abgeschossen, die nach Angaben der USA und Südkoreas jedoch unmittelbar nach dem Start explodierte.


Der Raketentest erfolgte nur einen Tag nach einer grossen Militärparade in Pyongyang anlässlich des 105. Geburtstags von Staatsgründer Kim Il-ung und wenige Stunden vor der Ankunft des US-Vizepräsidenten in Seoul. Am Sonntag bezeichnete Pence den Raketentest vor einer Gruppe von US-Soldaten als «Provokation».


Unter der Führung von US-Präsident Donald Trump sei «unsere Entschlossenheit und unser Bekenntnis zu dieser historischen Allianz mit dem mutigen Volk Südkoreas niemals stärker gewesen», versicherte er. Die USA haben in Südkorea 28’500 Soldaten stationiert.


Erhöhte Spannungen


Nach dem Besuch der entmilitarisierten Zone sollte Pence mit dem südkoreanischen Übergangspräsidenten Hwang Kyo-ahn zusammentreffen. Der Konflikt um das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm hatte sich zuletzt verschärft.


US-Präsident Donald Trump drohte, die USA seien notfalls zu einem Alleingang bereit, wenn China nicht den Druck auf seine Verbündeten in Pyongyang erhöhe. Vergangene Woche schickte die US-Armee einen Flugzeugträger und mehrere Kriegsschiffe zur Koreanischen Halbinsel.


Nordkorea unterhält trotz umfassender Sanktionen seit Jahren ein Atomwaffenprogramm. Seit 2006 hat das Land insgesamt fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr.


Zugleich arbeitet die Führung in Pyongyang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.


Schwer gesichertes Grenzgebiet


Die entmilitarisierte Zone zwischen den beiden verfeindeten Staaten Nord- und Südkorea gehört – anders als es die offizielle Bezeichnung vermuten liesse – zu den weltweit am schwersten gesicherten Grenzgebieten.


Die vier Kilometer breite Pufferzone ist gespickt mit Wachtürmen und Landminen. Süd- und Nordkorea befinden sich formal noch im Kriegszustand, weil nach dem Koreakrieg der Jahre 1950 bis 1953 kein Friedensvertrag geschlossen wurde.


Japan ermahnt Nordkorea


Japan hat Nordkorea aufgerufen, sein Atomprogramm aufzugeben und weitere Provokationen zu unterlassen. Zudem solle Nordkorea UNO-Resolutionen befolgen, sagte Ministerpräsident Shinzo Abe am Montag im Parlament.






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