Bangkok – Eine in die Straße eingelassene Gedenktafel, die an die Revolution von 1932 und den damit verbundenen Sturz der absoluten Monarchie erinnert, ist verschwunden. Aber niemand will es gewesen sein.


Die Tafel befand sich in der Nähe der Statue von Rama V. auf dem Royal Plaza. An dieser Stelle wurde 1932 die erste Verfassung Thailands ausgerufen.


Dass es keine Diebe waren, sondern die Sache einen anderen Hintergrund haben könnte, lässt sich daraus schließen, dass die Tafel durch eine andere ersetzt wurde. Die Texte beider Tafeln weichen erheblich voneinander ab.


Auf der alten Gedenktafel stand, dass am 24. Juni 1932 Khana Ratsadon dem Land eine Verfassung übergibt, die Wohlstand bringt.


Es handelte sich dabei um die erste Verfassung Thailands, die die absolute Monarchie abschaffte und die konstitutionelle Monarchie einführte.


Auf der neuen Gedenktafel steht unter anderem, dass Siam für immer gesegnet sein solle und dass die Bürger glücklich und froh sein sollen und die Stärke des Landes werden mögen.


An die Revolution oder Thailands erste Verfassung erinnert die neue Gedenktafel mit keinem Wort.


Aufgefallen war der mysteriöse Vorgang einem Politologen der Kasetsart University. Er hatte mit Studenten Ausflüge zu der Gedenktafel gemacht. Am 1. oder 2. April war die alte Tafel noch da. Bei einem zweiten Ausflug, am 8. April, war die Gedenktafel ausgetauscht worden. Der Austausch muss zwischen dem 3. und 7. April stattgefunden haben.


Ein Regierungssprecher sagte, man wisse von dem Austausch nichts. Der Chef des Bangkoker Verwaltungsbezirks Dusit sagte, man habe den Austausch nicht in Auftrag gegeben. Der Chef des Amtes für Bildende Künste sagte, man wisse nichts von dem Vorgang.


In der Zwischenzeit tauchten Fotos auf, die zeigen, dass am Abend des 5. April ein Zelt über der Tafel aufgebaut wurde. Eine Barrikade führte um das Zelt und die Reiterstatue herum. Es ist laut Fotos auszuschließen, dass es sich hier nicht um eine Aktion des Staates handelt.






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