Südostasien will sich als wirtschaftliches Schwergewicht neben China etablieren. Doch lässt die Region Millionen junge Leute mit völlig überholten Bildungssystemen im Stich. Die Lösung für manche: eine Revolution muss her.


Kuala Lumpur (dpa) – Stures Auswendiglernen statt kreatives Problemlösen: das ist die Praxis an zu vielen Schulen und Unis in Südostasien. Das monierten Unternehmer und Politiker am Donnerstag zum Abschluss des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Kuala Lumpur. «Wir brauchen eine Bildungsrevolution», forderte der Vorsitzende der CIMB Bank, Nazir Razak. Rund 500 Teilnehmer diskutierten in Malaysia zwei Tage über die Herausforderungen, die die Digitalisierung der Wirtschaft für die aufstrebende Region mit sich bringt.


«Unsere Herausforderung ist es, die nächste Generation für die vierte industrielle Revolution fit zu machen», sagte der Bildungsminister Indonesiens, Anies Baswedan. «Unsere Schüler sind im 21. Jahrhundert, aber die Lehrer sind im 20. und die Schulen selbst im 19. Jahrhundert stehen geblieben.» Indonesien schule seine 2,9 Millionen Lehrer nun im Einsatz von Technologie im Unterricht. Lehrer müssten in Zukunft mehr Vermittler sein als Lehrmeister, die nur ihr Wissen weitergeben.


Zehn Länder sind in der Südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean zusammengeschlossen. Die Region mit mehr als 620 Millionen Einwohnern will wirtschaftlich zusammenwachsen und sich als Schwergewicht neben China in Asien entwickeln. Eines der hoch entwickelten Länder ist Gastgeber Malaysia, ein mehrheitlich muslimisches Land mit gut 30 Millionen Einwohnern.


Die Regierung setzt vor allem auf Deutschland und rechnet mit wachsenden Investitionen, wie Handelsminister Mustapa Mohamed der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Deutschland ist schon einer unserer wichtigen Partner, wir haben mehrere deutsche Konzerne hier, gerade im Halbleiterbereich und bei der spezialisierten Fertigung von medizinischen Instrumenten.» Er sehe weiteres Potenzial bei nachhaltiger Energie und im Pharmabereich.


Zweidrittel der Asean-Einwohner sind jünger als 35 Jahre. Und viele Leute haben Smartphones. Das Potenzial, bei der digitalen Revolution mitzumischen, sei riesig, waren sich Unternehmer einig. «Wie schaffen wir es, aus diesen Technologienutzern nun Leute zu machen, die selbst Anwendungen entwickeln?», fragte der Südostasiendirektor der Technologie-Firma Intel, Prakash Mallya. Bessere Ausbildung sei die einzige Antwort.






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